Daten & Fakten

Projektträger: Mostbarone – Mostviertler Mostgenuss
Fördersatz: 70% nationales Kooperationsprojekt
Fördersumme: 30.621,64
Projektlaufzeit: 01.07.2024 - 30.06.2027
Projektwebsite: https://www.mostbarone.at
Thema: Tourismus & Kultur
Aktionsfeld: Aktionsfeld 2 (Natur- und Kulturerbe), Nationales Kooperationsprojekt
Förderperiode: 2023 - 2027

Mostbaroninnen und Mostbarone schützen die Streuobstwiese

Streuobstwiese
Fotocredit: Mostbarone

Kurzbeschreibung Maßnahmen:

Die Mostbaroninnen und Mostbarone planen zum überbetrieblichen Schutz der Streuobstwiesen in ihrem Einflussbereich diese besser in den Blickpunkt der Allgemeinheit zu setzen. Die Streuobstwiesenlehrpfade sollen dem erholungssuchenden Gast helfen das Ökosystem Streuobstwiese, dessen Funktion, die Lebensgemeinschaft, sowie den Nutzen für uns Menschen aktiv zu erfahren. Weiters sollen sie der lokalen Bevölkerung und Gästen der Region die Möglichkeit bieten die Natur zu genießen, frische Luft zu atmen, sich zu bewegen um Abstand vom gestressten Alltag zu erhalten und die physische und psychische Gesundheit zu stärken. Dazu haben sich die Mostbaroninnen und Mostbarone bereiterklärt sich dem Themenschwerpunkt „Sicherung der Streuobstwiese“ zu widmen. Zu diesem Zweck sollen überbetriebliche Themenlehrpfade zur Streuobstwiese entstehen, welche ein gemeinsames Layout aufweisen und auf einheitliche Grundinformationen aufbauen.

Um die Lehrpfade dennoch zu differenzieren, gibt es pro Pfad einen Schwerpunkt wie zum Beispiel Historie der Streuobstwiese, Ökologie der Streuobstwiese, Leistungen einer Streuobstwiese und so weiter. Ziel dieser Vorgehensweise ist es dem Gast nicht nur ein lokales Wandererlebnis zu bieten, welches auf die Schutzbedürftigkeit des Kulturgutes und Landschaftselement Streuobstwiese hinweist, sondern auch ein Angebot für geführte Touren und Workshops darstellt. Der Gast soll dabei die unterschiedlichen Schwerpunkte und die Vielfältigkeit der Landschaft des Mostviertels kennen und lieben lernen. Darüber hinaus wird durch den überregionalen Ansatz für geführte Touren die Möglichkeit des Erwerbs unterschiedlicher lokaler Spezialitäten geschaffen, sowie die Gastlichkeit der LEADER-Regionen erfahrbar gemacht.

Neben den analogen Informationen vor Ort werden in einem interaktiven Austausch zwischen Schautafeln und einer digitalen App weitere Informationen bereitgestellt, welche Gusto auf mehr machen sollen.

Das interaktive Angebot soll weiterführende digitale Informationen in Bild, Ton und Text über eine App zur Verfügung stellen, welche in kurzer Zeit (max. 1 min. Lesezeit, Kurzvideos, kurze Audiodateien bzw. Beispielbilder) auf niederschwelliger Basis Informationen zu den jeweiligen analogen Informationsstationen bereitstellt. Weiterführende Links zu den einzelnen Themenbereichen können am Ende jeder Kurzeinführung zur Verfügung gestellt werden.

Weiters wird über die Lehrpfade z.B. eine digitale „Rätselrally“ für Jung und Alt gelegt, welche für sich pro Lehrpfad abgeschlossen sein muss, aber in Verbindung mit zu mindestens zwei weiteren Lehrpfaden eine Weiterführung des Spiels (Next Level) ermöglicht, an dessen Ende der Konsument z.B. eine Urkunde als Streuobstwiesendetektiv erhält. (Bei allen Angaben handelt es sich nur um Arbeitsbegriffe)

Wichtig bei der Konzeption ist der überbetriebliche Ansatz der Themenwege, um den Schutz dieser einmaligen Naturjuwele voranzubringen.

Am Ende der Projektlaufzeit sollen für die LEADER-Regionen eine überbetriebliche, touristisch nutzbare Struktur geschaffen worden sein, welche die Streuobstwiese als prägendes Landschaftselement und Kulturgut hervorhebt und touristisch für geführte Gruppen, Kindergarten- und Schulprojekte aber auch für den Individualgast nutzbar ist. Darüber hinaus sollen diese Lehrpfade ab dem Start der niederösterreichischen Landesausstellung 2026 verfügbar sein, um im Rahmen der Landesaustellung in der Moststraße ein weiteres Ziel für die Besucher anbieten zu können. Entsprechende Angebotspakete sollen über die Tourismusdestination und andere Tourismuseinrichtungen buchbar sein.

Anmerkung zu den Kosten: Der Großteil der Betriebe der Mostbaroninnen und Mostbarone liegt in der LEADER-Region Moststraße. Der Aufteilungsschlüssel der Kosten ist 20% Eisenstraße Niederösterreich und 80% Moststraße.

Projektziel:

Der Schutz des immateriellen Kulturgutes Streuobstwiese (welches zwischenzeitlich auch als Immaterielles Kulturgut der UNESCO anerkannt wurde) und dessen Funktion soll für uns Menschen aufgezeigt werden und parallel dazu soll aber auch durch den Erhalt der Streuobstwiese auf lokaler Ebene der Ertrag von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, welche sich ein Standbein in der Streuobstverwertung geschaffen haben, erhalten und verbessert werden.

Durch den überbetrieblichen Ansatz sowie durch den gleichzeitigen Start mit der niederösterreichischen Landesausstellung soll mit den LEADER-Regionen ein zusätzliches touristisches Angebot neben den Ausstellungseinrichtungen geschaffen werden, welche auch durch die Kultur-/Naturführer der Landesausstellung genutzt werden können, um den Besuchern der Landesausstellung das Kulturgut Streuobstwiese näher zu bringen.

Ausgehend von der niederösterreichische Landesaustellung soll das Vermarktungskonzept so aufgesetzt werden, dass über die Laufzeit der Landesausstellung hinaus, unter Einbeziehung der Mostbaroninnen und Mostbarone, sowie der ausgebildeten Kultur-/Naturführer mit Spezialausbildung zum Thema Streuobstwiese (Ausbildung soll über ein LEADER Projekt der Moststraße erfolgen) ein touristisches Angebot verfügbar ist, welches Einzelpersonen wie auch Familien und Gruppen nutzen können.

Die Nutzung der Wege soll so konzipiert werden, dass durch die Informationen entlang des Weges, ergänzt mit der Möglichkeit für den Erhalt niederschwelliger digitaler Informationen, die Besucher über die Funktion und den Nutzen dieses Landschaftselements mehr erfahren und dadurch ein Verständnis für den Schutz und den Erhalt der Streuobstwiesen aufgebaut wird. Durch die Schwerpunktbildung für jeden Weg, sowie einem über mehrere Wege hinwegreichendem Spiel, soll der Individualbesucher animiert werden mehrere Standorte zu besuchen. Dadurch soll der menschliche Spieltrieb zur Beschäftigung mit diesem Thema genutzt werden.

Darüber hinaus sollen für Kindergärten, Schulen aber auch andere Gruppen Pakete geschnürt werden, in denen sie, abgestimmt auf das Klientel, Führungen bzw. Workshops entlang der Streuobstwiesenlehrpfade anbieten können. Ziel dieser Angebote soll sein, dass durch Spezialthemen pro Streuobstwiesenlehrpfad Gäste animiert werden mehrere Standorte zu besuchen. Diese Pakete sollen in Kooperation mit Tourismuseinrichtungen auch buchbar sein.

Ziel ist es dem Individualgast, Familien sowie geführten Gruppen, welche Informationen über die Streuobstwiese erhalten möchten, diese vor Ort in der Natur zu bieten. Dabei soll auch die Vielfältigkeit der Landschaft, der lokalen Gastronomie und der Selbstvermarkter aufgezeigt werden.

Durch die Verlagerung der Wissensvermittlung von „trockenen“ Ausstellungsräumen in die Natur, sollen die Erlebbarkeit dieses Themas verbessert werden. Durch die Einbindung moderner digitaler Techniken soll die Wissensvermittlung zu einem mehrdimensionalen Erlebnis für die Besucher werden. Dabei soll auch der Spieltrieb vieler Menschen als Triebfeder zur Beschäftigung mit dem Thema genützt werden. Die Besucher sollen letztendlich erkennen, dass sie mit ihrem persönlichen Handeln selbst einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des regionalen Kulturgutes Streuobstwiese leisten können

Hier wirkt das Projekt „Mostbaroninnen und Mostbarone schützen die Streuobstwiese“